1988

Der "Tunnel Emergency Train" ("Tunnelhilfszug" oder "TuHi") ist ein essentielles Rettungssystem, das von der Bundesbahn entwickelt wurde, um den Sicherheitsbedürfnissen der neuen Bahnstrecke von Würzburg nach Hannover Rechnung zu tragen, die zahlreiche Tunnel aufweist. Der erste TuHi wird im Mai 1988 in Fulda in Betrieb genommen und nutzt die Diesellokomotiven 212 244-8 und 212 257-0 als Lokomotive 1 und Lokomotive 2. Der Würzburger TuHi folgt im August 1988 und integriert die Lokomotiven 212 236-4 und 212 352-9 als seine Hauptfahrzeuge, während die Lokomotive 212 271-1 in Reserve gehalten wird. Die fünf für den TuHi vorgesehenen Lokomotiven werden zwischen Mai und August 1988 in der AW Kassel Werkstatt rekonstruiert.

Jeder TuHi funktioniert als einrichtungsgebundener Zug, der speziell für den Einsatz in eine Richtung konzipiert ist. Die Zugkonfiguration umfasst einen Transportwagen, einen Gerätewagen, einen Feuerlöschwagen, einen Zentralwagen, einen Erste-Hilfe-Wagen und einen zusätzlichen Transportwagen. Die Lokomotiven weisen unterschiedliche Merkmale auf; Lokomotive 1 ist mit einer Video- und Infrarotkamera, zwei großen Scheinwerfern, zwei kleinen Scheinwerfern und gelben Blinklichtern ausgestattet, während Lokomotive 2 keine Infrarotkamera hat.

Zum 1. Januar 1989 werden alle fünf Lokomotiven in die Klasse 214 umklassifiziert und behalten ihre Seriennummern, und werden offiziell dem Bw Würzburg Depot zugewiesen. Allerdings tragen beide Lokomotiven, die mit dem Fulda TuHi verbunden sind, fälschlicherweise die Aufschrift "Bw Fulda".

Nach der Einweihung der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecken Hannover-Würzburg und Mannheim-Stuttgart am 29. Mai 1991 durch den Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker entsteht die Nachfrage nach zusätzlichen TuHi-Einheiten. Folglich werden die Bahnhöfe in Kornwestheim, Mannheim, Kassel und Hildesheim ausgewählt, um den TuHi zu beherbergen, neben den bestehenden Standorten in Fulda und Würzburg. Der in Fulda stationierte TuHi wird umgebaut, um als bidirektionaler Zug sowohl die Strecken nach Würzburg als auch nach Kassel zu bedienen, was die Ergänzung eines zusätzlichen Erste-Hilfe-Wagens hinter dem ersten Transportwagen erforderlich macht. Die TuHi-Einsätze in Hildesheim Hbf und Kassel Hbf bleiben unidirektionale Züge für einen effizienten Betrieb entlang der Hochgeschwindigkeitsverbindungen.

Zwischen August 1990 und April 1991 werden acht zusätzliche Lokomotiven, ursprünglich der Klasse 212, in der AW Bremen und der AW Kassel umgebaut, um die vier neuen TuHi-Einheiten zu unterstützen. Die Lokomotiven sind nummeriert 212 033-5, 212 046-7, 212 235-6, 212 245-5, 212 246-3, 212 251-3, 212 260-4 und 212 277-8, wobei sie alle ihre ursprünglichen Seriennummern behalten. Die Unterschiede zwischen Lokomotive 1 und Lokomotive 2 werden beseitigt, um einen einfacheren Austausch bei der Wartung zu ermöglichen. Die ehemaligen Lokomotiven 2 aus Würzburg und Fulda erhalten 1991 in der AW Kassel Infrarotkameras, wobei die Kühlung für die Kameras von flüssigen Stickstoffflaschen auf Standard-Flüssigluftzylinder umgestellt wird.

Nach einem schweren Zugunfall am 15. November 1992 in Northeim, bei dem kein TuHi eingesetzt war, wird ein neues Rettungskonzept etabliert, das zur Umbenennung des TuHi in "Rettungszüge" ("Rettungszüge" oder "Rtz") führt.

Zum 31. Oktober 1994 werden alle 13 Lokomotiven der Klasse 214 von der DB AG als Bahnbaumaschinen der Klasse 714 umbenannt und behalten ihre ursprünglichen Nummern, erhalten jedoch ab dem 1. August 1996 fortlaufende Bezeichnungen von 001 bis 013. Da eine Reserve-Lokomotive unzureichend ist, wandelt die DB AG zwei zusätzliche Lokomotiven 1996/97 in Stendal um, indem sie 212 269-5 in 714 014-8 und 212 160-6 in 714 015-5 umklassifiziert.

Die Lokomotiven erhalten eine Farbänderung, da die ursprünglichen fünf TuHi-Einheiten das klassische ozeanblaue und beigefarbene Farbschema beibehalten, während die späteren acht in orientrot lackiert werden, um die Sichtbarkeit gegenüber den Einsatzwagen zu verbessern. Um die Erkennung zu erhöhen, werden bestimmte Lokomotiven leuchtend rot lackiert, insbesondere 714 003-1, 714 008-0, 714 009-8, 714 011-4, 714 014-8 und 714 015-5, sowie die Wagen im Rtz-Dienst, die sich in Würzburg, Fulda und Hildesheim befinden. Aufgrund der schnellen Verblassung der leuchtend roten Farbe werden alle Lokomotiven und Wagen später verkehrsrot neu lackiert. Die Beschriftungen auf den Lokomotiven zeigen eine Mischung aus Bezeichnungen, einschließlich der Buchstaben "Rtz", dem DB-Emblem und der Aufschrift "Notfalltechnik", was zu Verwirrung führen kann.

Alle 15 Lokomotiven der Klasse 714 sind der DB Netze zugewiesen, speziell innerhalb der zentralen Streckenverwaltung und Bahnfahrzeuge in Fulda, wo ihr Einsatz koordiniert wird und sie regelmäßigen Rotationen nach einem systematischen Fahrplan unterliegen.
 

Automatische Übersetzung. Originaltext in: EN - Original anzeigen / Quellen: https://en.wikipedia.org/wiki/DB_Class_V_100

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Letztes Update am 14th von December 2024 um 21:28

Mitwirkende: Tudor C.

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