Gas-Kesselwagen Set, H0, ZAG 620, ESSO Gas 21 80 005 1 270-5 + BP
Gas 21 80 005 1 030-3, DB, Ep. IV, Vorbildzustand um 1970,
silber+weiß, DC
Vorbild
Zur Versorgung von Firmen und Privathaushalten mit Flüssiggas zur
Heizung beschafften verschiedene Unternehmen Druckgas-Kesselwagen.
Da bis in die 1980er-Jahre Gasfernleitungen noch nicht
flächendeckend vorhanden waren, gab es bevorzugt im ländlichen Raum
Gaslager, die per Bahn angedient wurden und Flüssiggase wie Propan
oder Butan per LKW an die Haushalte lieferte. In Wagengruppen oder
als Einzelwagen finden sich die mit einer anfangs gelben, ab den
späten 1960er-Jahren orangefarbenen Bauchbinde versehenen
Druckgaskesselwagen in vielen Güterzügen auf Haupt- und
Nebenbahnen. Auch viele Unternehmen der chemischen Industrie
benötigten die Druckgas-Kesselwagen für den Versand ihrer Produkte
und so trugen die Waggons oft großflächige Logos ihres Eigentümers
beziehungsweise Mieters. In den frühen 1960er-Jahren setzten sich
zunehmend Grauweiß oder Kieselgrau gegenüber dem vorher
gebräuchlichen Eisengrau durch. Die meisten vierachsigen Bauarten
wiesen die so genannte Untenentleerung auf, das heißt die Flansche
und Ventile sitzen im Bereich des Kesselbodens.
In der Bauart Zag ist codiert, dass es sich bei dem Fahrzeug um
einen Kesselwagen (Z) mit vier oder mehr Radsätzen (a) für
verdichtete, verflüssigte oder unter Druck gelöste Gase (g)
handelt.
Das Pullman-Modell bildet einen vierachsigen 620hl-Druckgaswagen
der Waggonfabrik Uerdingen nach, das vorwiegend an Waggonvermieter
wie die Eisenbahn Verkehrsmittel A.G. EVA geliefert wurde. Am
Herstellerwerk war die später in der VTG aufgegangene EVA
Teilhaber. Charakteristisch für die Uerdinger Wagen mit
aufgesetztem Sonnenschutzdach war der vergleichsweise große
Dachüberstand mit den radial auslaufenden Distanzblechen. Das
mittige Mannloch an der Nicht-Handbrems-Stirnseite war bei
Neubauten bis etwa Mitte der 1960er-Jahre üblich.
Modell
• H0-Modell eines Druckgaskesselwagens Zag mit einem
Fassungsvermögen von 620 hl
• Durchbrochen geätzte Tritte und Laufgitter
• Separat angesetzte Details der Bremsanlage
• Frei stehende Griffstangen
• Geätzte Anschriftentafeln mit filigranen Befestigungsstreben
• Frei stehende Zapfventile und Absperreinrichtungen
• Mehrteilig ausgeführte Drehgestelle der Bauart Minden Dorstfeld
mit frei stehenden Rechteckschaken
• Beidseitig profilierte Radscheiben
• Bügelkupplung in kulissengeführtem Normschacht
• Optionaler AC-Radsatz unter der Art.-Nr. 41201 erhältlich
• Befahrbarer Mindestradius = 360 mm
• Länge über Puffer = 145,7 mm
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