Ursprünge in der ASEA-Lokomotivfamilie
Die Geschichte der rumänischen 040-EC
Elektrolokomotiven ist eng verbunden mit der Entwicklung der
elektrischen Traktion sowohl in Rumänien als auch in Jugoslawien
während der 1960er Jahre.
Beide Länder übernahmen das 25 kV 50 Hz Wechselstromsystem für die
großflächige Elektrifizierung ihrer Hauptbahnnetze und wandten sich
an den schwedischen Hersteller ASEA für moderne
Elektrolokomotivtechnologie. Die Zusammenarbeit Rumäniens mit
ASEA führte letztendlich zur
Produktion der sechsachsigen 060-EA Familie, während Jugoslawien
ein vierachsiges Design wählte, das von der Technologie
ASEA abgeleitet wurde und zur
JŽ Klasse 441
wurde.
Die jugoslawische Lokomotive war selbst eng verwandt mit der
experimentellen schwedischen Rb Familie. Die ersten
JŽ 441
Lokomotiven gingen Ende der 1960er Jahre in Dienst, zunächst mit
erheblichem Engagement der internationalen Hersteller hinter dem
Design. Die Produktion wurde anschließend an die jugoslawische
Industrie übertragen, hauptsächlich an Rade
Končar in Zagreb, wobei mehrere andere jugoslawische
Unternehmen am Programm teilnahmen.
Dieser gemeinsame technologische Ursprung würde bald die Grundlage
für die industrielle Zusammenarbeit zwischen Rumänien und
Jugoslawien bieten. Die rumänische Eisenbahnliteratur weist
speziell darauf hin, dass die Ausrüstung, die in den Lokomotiven
der beiden Länder verwendet wurde, identisch oder ähnlich war, da
beide Familien auf der Technologie von ASEA basierten.
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The history of the Romanian 040-EC electric
locomotives is closely connected with the development of electric
traction in both Romania and Yugoslavia during the 1960s.
Both countries adopted the 25 kV 50 Hz AC system for the
large-scale electrification of their main railway networks and
turned to Swedish manufacturer ASEA for modern electric locomotive
technology. Romania’s cooperation with ASEA ultimately produced the six-axle
060-EA family, while Yugoslavia
selected a four-axle design derived from ASEA technology that became the
JŽ Class
441.
The Yugoslav locomotive was itself closely related to the
experimental Swedish Rb family. The first JŽ 441
locomotives entered service in the late 1960s, initially with
substantial involvement from the international manufacturers behind
the design. Production was subsequently transferred to Yugoslav
industry, principally Rade
Končar in Zagreb, with several other Yugoslav
companies participating in the programme.
This common technological origin would soon provide the basis for
industrial cooperation between Romania and Yugoslavia. Romanian
railway literature specifically notes that equipment used on the
locomotives produced in the two countries was identical or similar
because both families were based on ASEA technology.
[Romanian-Yugoslav cooperation]
Während Rumänien die Produktion seiner leistungsstarken
sechsachsigen 060-EA Elektrolokomotiven bei
Electroputere Craiova fortsetzte, benötigte
Jugoslawien ähnliche schwere Lokomotiven für sein zunehmend
anspruchsvolles elektrifiziertes Netz, insbesondere die bergige
Eisenbahnverbindung Belgrad - Bar.
Gleichzeitig konnte CFR eine leichtere vierachsige
Lokomotive nutzen, um seine 060-EA Flotte zu ergänzen.
Beginnend im Jahr 1972 schlossen Rumänien und Jugoslawien ein
industrielles Abkommen über die gegenseitige Lieferung von
Lokomotiven und Komponenten. Die rumänische Industrie, insbesondere
Electroputere und UCM Reșița, war auf rumänischer Seite
beteiligt.
Im Rahmen des Programms lieferte Rumänien Jugoslawien 103
sechsachsige Co’Co’ Elektrolokomotiven, die zur JŽ Klasse 461
wurden, zusammen mit den für die Lokomotivproduktion benötigten
Komponenten. In die entgegengesetzte Richtung lieferte Jugoslawien
CFR 130 vierachsige Bo’Bo’
Lokomotiven, die zunächst in Rumänien als 040-EC
registriert wurden.
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As Romania continued the production of its powerful six-axle
060-EA electric locomotives at
Electroputere Craiova, Yugoslavia required
similar heavy locomotives for its increasingly demanding
electrified network, particularly the mountainous Belgrade - Bar
railway.
At the same time, CFR could make use of a lighter
four-axle locomotive to complement its 060-EA fleet.
Beginning in 1972, Romania and Yugoslavia concluded an industrial
agreement covering the reciprocal supply of locomotives and
components. Romanian industry, particularly Electroputere and UCM Reșița, became involved on the Romanian
side.
Under the programme, Romania supplied Yugoslavia with 103 six-axle
Co’Co’ electric locomotives, which became JŽ Class 461,
together with components required for locomotive production. In the
opposite direction, Yugoslavia supplied CFR with 130 four-axle Bo’Bo’
locomotives, initially registered in Romania as
040-EC.
Die 040-EC kommt in Rumänien an.
Die an CFR gelieferten Lokomotiven gehörten
zur gleichen technologischen Familie wie die JŽ 441 und
wurden unter ASEA-abgeleiteter Technologie,
hauptsächlich von Rade
Končar in Zagreb, produziert.
Das rumänisch-jugoslawische Programm begann 1972, wobei die ersten
Serienlokomotiven zu Beginn der folgenden Jahre in die Flotte der
CFR eintraten. Insgesamt wurden 130
Lokomotiven an CFR geliefert.
Obwohl sie visuell und technisch eng mit der jugoslawischen
Klasse
441 verwandt waren, bildeten die rumänischen
Lokomotiven eine eigenständige Flotte der CFR. Sie behielten die
charakteristische Bo’Bo’-Achsanordnung bei, mit vier angetriebenen
Achsen, die auf zwei zweiachsigen Drehgestellen verteilt waren. Mit
einer Länge von etwa 15,5 Metern und einer Masse von rund 76 Tonnen
waren sie erheblich kleiner und leichter als die sechsachsigen
060-EA Lokomotiven der CFR. Ihre
kontinuierliche Leistung betrug etwa 3'400 kW.
Dies gab der CFR zwei komplementäre
ASEA-abgeleitete elektrische
Lokomotivfamilien: die schweren sechsachsigen 060-EA für anspruchsvolle
Hauptstreckenaufgaben und die leichteren vierachsigen
040-EC.
Eine wichtige Unterscheidung muss innerhalb der rumänischen Flotte
getroffen werden. Die Lokomotiven wurden in zwei Hauptversionen
konstruiert, die als 040-EC (später Klasse
43) und 040-EC1 (später Klasse 44)
bezeichnet wurden. Die Standard-040-EC war für
eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h ausgelegt, während die
040-EC1-Version 160 km/h erreichen konnte.
Die 120 km/h Lokomotiven entwickelten eine maximale Zugkraft von
etwa 275 kN, während das höhere Übersetzungsverhältnis, das für die
160 km/h-Version erforderlich war, zu einer niedrigeren maximalen
Zugkraft führte, die allgemein mit etwa 206 kN angegeben wird.
Die leichtere Achslast und die vierachsige Konfiguration machten
die Lokomotiven nützlich für Dienste, bei denen die erheblich
größeren sechsachsigen rumänischen Elektrolokomotiven nicht
erforderlich waren. Sie konnten sowohl im Personen- als auch im
Güterverkehr eingesetzt werden und wurden besonders
charakteristisch für sekundäre elektrifizierte Strecken.
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The locomotives supplied to CFR were members of the same
technological family as the JŽ 441 and
were produced under ASEA-derived technology, principally
by Rade Končar in
Zagreb.
The Romanian-Yugoslav programme began in 1972, with the first
series locomotives entering the CFR fleet at the beginning of the
following years. A total of 130 locomotives were supplied to
CFR.
Although visually and technically closely related to the Yugoslav
Class
441, the Romanian locomotives formed a distinct
CFR fleet. They retained the
characteristic Bo’Bo’ wheel arrangement, with four powered axles
distributed between two two-axle bogies. With a length of
approximately 15,5 metres and a mass of around 76 tonnes, they were
considerably smaller and lighter than CFR’s six-axle
060-EA locomotives. Their continuous
power was approximately 3'400 kW.
This gave CFR two complementary ASEA-derived electric locomotive
families: the heavy six-axle 060-EA for demanding main-line duties
and the lighter four-axle 040-EC.
An important distinction must be made within the Romanian fleet.
The locomotives were constructed in two principal versions,
designated 040-EC (later Class
43) and 040-EC1 (later Class 44).
The standard 040-EC was designed for a maximum
speed of 120 km/h, while the 040-EC1
version was capable of 160 km/h. The 120 km/h locomotives developed
a maximum tractive effort of approximately 275 kN, whereas the
higher gearing required for the 160 km/h version resulted in a
lower maximum tractive effort, generally quoted at approximately
206 kN.
The lighter axle load and four-axle configuration made the
locomotives useful on services where the considerably larger
six-axle Romanian electrics were unnecessary. They could work both
passenger and freight traffic and became particularly
characteristic of secondary electrified routes.
Eine fragmentierte Flotte
Die politischen und wirtschaftlichen Veränderungen nach 1989 hatten
erhebliche Auswirkungen auf die Flotte. Der rückläufige
Schienenverkehr und die Umstrukturierung von CFR reduzierten allmählich den Bedarf
an der 040-EC-Familie. Mit dem Alter der
Lokomotiven wurden zunehmend mehr zurückgezogen, eingelagert oder
verschrottet. Die anschließende Aufteilung der ehemaligen
einheitlichen CFR-Organisation führte auch dazu,
dass die verbleibenden Lokomotiven unter verschiedenen Betreibern
verteilt wurden. Einige blieben bei den staatlichen
Eisenbahnunternehmen, während andere schließlich in die Flotten
rumänischer Privatbetreiber eingingen. Die Geschichte wurde noch
komplizierter, da zusätzliche Lokomotiven der größeren
JŽ 441-Familie später gebraucht aus dem
ehemaligen Jugoslawien nach Rumänien kamen. Folglich gehörte nicht
jede ASEA-Familien-Bo’Bo’-Lokomotive, die
anschließend eine rumänische Klasse 43-Identität
trug, notwendigerweise zur ursprünglichen
130-Einheiten-040-EC-Flotte von CFR.
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The political and economic changes following 1989 had a major
impact on the fleet. Declining railway traffic and the
restructuring of CFR gradually reduced the requirement
for the 040-EC family. As the locomotives aged,
increasing numbers were withdrawn, stored or scrapped. The
subsequent division of the former unified CFR organisation also dispersed
surviving locomotives among different operators. Some remained with
the state railway companies, while others eventually entered the
fleets of Romanian private operators. The story became still more
complicated because additional locomotives belonging to the wider
JŽ 441 family
subsequently arrived in Romania second-hand from former Yugoslavia.
Consequently, not every ASEA-family Bo’Bo’ locomotive
subsequently carrying a Romanian Class 43-style
identity necessarily belonged to CFR’s original 130-unit
040-EC fleet.

Besondere historische Bedeutung kommt der
040-EC-001 zu, der ersten Lokomotive der
rumänischen Serie. Nach einer langen Lagerzeit wurde sie 2014
restauriert und in betriebsfähigen Zustand versetzt. Anschließend
trat sie bei Eisenbahnfeiern und Ausstellungen auf, darunter
Veranstaltungen in Brașov und Bukarest.
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Particular historical importance belongs to
040-EC-001, the first locomotive of the Romanian
series. After a long period of storage, it was restored in 2014 and
returned to operational condition. It subsequently appeared at
railway commemorations and exhibitions, including events in Brașov
and Bucharest.
Eine neue Generation: Baureihe 48.3
Trotz des Alters der ursprünglichen Lokomotiven ist die Geschichte
der 040-EC-Familie noch nicht zu Ende. Im Rahmen
des Modernisierungsprogramms für das Schienenfahrzeugmaterial
Rumäniens, das durch den Nationalen Wiederaufbau- und Resilienzplan
(PNRR) finanziert wird, werden mehrere ehemalige Klasse
43-Lokomotiven einer umfassenden Rekonstruktion bei
SCRL Brașov unterzogen.
Das Programm geht weit über eine konventionelle Überholung hinaus.
Die ursprüngliche Traktionsausrüstung wird durch ein modernes
Antriebssystem mit asynchronen Traktionsmotoren ersetzt, zusammen
mit neuen elektronischen Steuer- und Diagnosesystemen. Die
Lokomotiven erhalten außerdem umfassend neu gestaltete und besser
isolierte Führerstände, moderne Hilfsausrüstungen und andere
Verbesserungen, die darauf abzielen, den zeitgemäßen
Betriebsanforderungen gerecht zu werden.
Die umgebauten Lokomotiven werden als Klasse
48.3 bezeichnet.
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Despite the age of the original locomotives, the history of the
040-EC family has not yet come to an end. As part
of Romania’s railway rolling-stock modernization programme financed
through the National Recovery and Resilience Plan (PNRR), a number
of former Class 43 locomotives are undergoing an
extensive reconstruction at SCRL Brașov.
The programme goes considerably further than a conventional
overhaul. The original traction equipment is replaced by a modern
drive system using asynchronous traction motors, together with new
electronic control and diagnostic systems. The locomotives also
receive extensively redesigned and better insulated driving cabs,
modern auxiliary equipment and other improvements intended to meet
contemporary operational requirements.
The rebuilt locomotives are designated Class
48.3.